HOCHSENSIBILITÄT

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Hochsensible Menschen erleben sich als ausserordentlich feinfühlig und empfindsam. Das gilt in Bezug auf äussere Reize, sowohl als auch auf inneres Befinden (Stimmungen). Sie fühlen sich oft von ihren Eindrücken überflutet und von der (groben, vielen, lauten, schnellen) Umwelt verdrängt. Ihr Denken ist meist vielschichtig und sie sehen komplexe Zusammenhänge, die anderen Menschen verborgen bleiben. Ihre Wahrnehmung ist fein und differenziert. Sie weicht häufig von jener der anderen ab. Daher fühlen sich hochsensible Menschen nicht selten fremd in dieser Welt. Es kann vorkommen, dass sie das Gefühl haben, nicht hierher zu passen. Viele meinen, nicht in Ordnung zu sein und zweifeln daher an sich selber.

 

Hochsensibilität bedeutet, in gegebenen Situationen weitaus höhere Datenmengen zu erfassen und zu verarbeiten als Normalsensible. Der natürliche Wahrnehmungsfilter, der uns vor Überstimulierung schützt, ist beim hochsensiblen Menschen weniger stark ausgepägt als beim Durchschnitt. Etwa 15 Prozent der Menschen gelten als hochsensibel. (Elaine N. Aron)

 

Um sich vor Überflutung und Verletzung zu schützen, bilden hochsensible Menschen schon in ihrer früher Kindheit Schutzmechanismen aus, wie zum Beispiel:

 

° Übermässige Anpassung (aus Angst, sonst nicht geliebt bzw. ausgestossen zu werden)

° Zu nett, zu freundlich, zu zuvorkommendes Verhalten und dabei oft sich selber übergehen (dito.)

° Soziale Isolation (Vermeidung von Kontakt aus Angst vor dem Anderssein)

° Helfersyndrom (externalisierte Fürsorge)

° Abwertung der anderen (Distanz schaffen - sich abgrenzen)

° Inneres Verschwinden, blockiert fühlen - besonders in Gruppen (Flucht vor äusserer Überstimulation)

 

Diese Strategien zu überwinden und mit konstruktiven (erwachsenen) Lösungen zu ersetzen, braucht Zeit, viel Übung und kompetente Hilfe von aussen. Abkürzungen und Tricks sind nicht möglich, der Weg aber sehr lohnenswert! 

 

Meine Begleitung von Menschen mit Hochsensibilität umfasst folgende Aspekte: 

° Annehmen der eigenen Hochsensibilität und Andersartigkeit

° Selbsterkenntnis fördern: Durchleuchten der bisher angewandten Schutzmechanismen

° Lernen, liebevoll aber bestimmt Grenzen zu setzen

° Lernen, Raum einzunehmen (authentisch Präsenz zeigen)

° Lernen, Gefühle adäquat mitzuteilen (sich als Teil des Sozialen erleben)

° Selbstwahrnehmung stärken (wann ist es zu viel, wann braucht es einen Rückzug?)

° Selbstfürsorge kultivieren (Überstimulation ernst nehmen und entsprechend handeln)

° Der eigenen Intuition als elementares Instrument vertrauen 

 

Du wirst lernen, Schritt für Schritt Deine Qualitäten in die Welt zu bringen, Dich als integrativer Teil der Gesellschaft zu erleben und so Deinen wertvollen Beitrag zum Grossen Ganzen leisten. Die natürliche Folge dieses Prozesses sind mehr Authentizität, Selbstvertrauen und Freude am eigenen Sein (Selbstliebe).

 

METHODEN

Meine Prozessbegleitung für Hochsensible setzt sich aus schamanischen und kunsttherapeutischen Interventionen zusammen. Ich richte mich dabei nach den Neigungen und Wünschen der individuellen Person.